Nachhaltige Eindrücke der Fahrt nach Auschwitz

 

Am Montag vergangener Woche brachen wir, 25 Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe Q2, begleitet von Frau Roddert und Herrn Mayfarth nach Oświęcim in Polen auf, dem Standort des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz. Untergebracht waren wir in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJBS) Oświęcims. Am folgenden Tag erhielten wir eine gute Einführung in die Geschichte des Holocausts bei einer Führung im sogenannten „Stammlager 1“ KZ, das den ersten Teil des dreiteiligen Lagerkomplexes (bestehend aus dem Stammlager Auschwitz, dem Arbeitslager Monowitz und dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau) bildet.

Nachmittags sahen wir uns dann die Stadt Oświęcim mit ihren Sehenswürdigkeiten, die man oft um das KZ herum vergisst, genauer an. Außerdem besuchten wir das jüdische Zentrum Oświęcims.

Am Mittwoch nahmen wir an einer Führung im außerhalb gelegenen ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau teil, bei der viele erst das Ausmaß der  Nazi-Verbrechen begriffen. An der Rampe, wo damals ca. 900 000 Juden, Sinti und Roma oder andere Häftlinge bei den Selektionen direkt in den Tod geschickt wurden, gedachten wir der Opfer mit Rosen bei einer Gedenkrunde. Anschließend erzählte uns ein Zeitzeuge, Wacław Długoborski, ehemaliger politischer Häftling in Auschwitz, von seinen Erfahrungen im Lager.

Der Ausflug am Donnerstag nach Krakau ließ uns auf andere Gedanken kommen und zeigte uns Polen von einer anderen Seite.

Der thematische Abschluss folgte schließlich mit der Auswertung der gesammelten Eindrücke und Gedanken.

Auf dieser Fahrt wurde uns die grausame Realität des Holocausts vor Augen geführt, die uns vorher nur aus Geschichten und Filmen bekannt war. Es bleibt für jeden von uns schwer zu begreifen, dass dies nicht eben nur Fiktion ist, sondern das Schicksal und die Geschichten von ca. 1,5 Millionen Menschen widerspiegelt, die an diesem Ort starben. 

Insgesamt eine Fahrt, die uns lange in Erinnerung bleiben wird und uns über den wohl grausamsten Teil der deutschen Geschichte zum Nachdenken anregen wird.

(Text und Bilder: Alexandra Krol, Esther Röcher)