Erinnerung sichtbar machen

 

Jüdisches Leben in Kassel und Umgebung vor und nach der Reichspogromnacht 1938

 

Im Rahmen des ZUM-Schülerwettbewerbs „Erinnerung sichtbar machen“ untersuchten wir, die Schülerinnen und Schüler des Geschichte-Leistungskurses der Albert-Schweitzer-Schule Kassel, mit Hilfe unseres Lehrers Boris Krüger die Geschichte von Synagogen und anderen jüdischen Einrichtungen in Kassel, Gudensberg und Zierenberg sowie die aktuelle Rezeption des Holocausts.

Mit der  Geschichte der Juden in Kassel unter dem NS-Regime  haben sich Johanna Becker, Amelie Sperl und Lennart Süßmilch auseinandergesetzt. Sie haben zudem Passanten auf dem Kasseler Königsplatz zu deren Wissen über den Holocaust (Download) befragt. Eine der Unterdrückungsmaßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung waren die sogenannte „Arisierungen“. Wie diese in Kassel abliefen, zeigen am Beispiel des Bankhauses Werthauer am Königsplatz Finn Degen-hardt und Yannick Vogt. Den Mittelpunkt der jüdischen Gemeinde Kassels bildete die (liberale) Hauptsynagoge in der Unteren Königsstraße, deren Geschichte Charlotte Bönicke und Melina Kluger erforscht haben. Das Pendant dazu bildete die orthodoxe Synagoge in der Großen Rosenstraße. Mit ihrem Schicksal haben sich Johannes Baker, Julia Fallmann und Moesha Maruhn auseinandergesetzt. Außerdem haben sie zu den sozialen Einrichtungen der jüdischen Gemeinde recherchiert, zu denen das israelitische Waisenhaus in der Gießbergstraße und das israelitische Altersheim in der Mombachstraße gehörten. Seit Beginn des 2. Weltkrieges wurden Juden zunehmend gezwungen, in sogenannte „Judenhäuser“ umzuziehen. Mit dem Judenhaus in der Kaiserstraße (heute: Goethestraße) 13 haben sich Miro Rathgeber und Philipp Schott beschäftigt. Auch außerhalb Kassels gab es in Nordhessen zahlreiche jüdische Gemeinden. Die Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Gudensberg haben Max Lichtschlag und Mikael Nell untersucht. Von Tamina Keller und Jasmin Knödgen wurde die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Zierenberg erforscht.

Außerdem recherchierten wir historische Fotos zu unseren Themen und stellten diese mit aktuellen Aufnahmen zu beeindruckenden Gegenüberstellungen zusammen. Diese finden sich unter Angabe der drei Städte auf der folgenden Homepage:

https://www.future-history.eu/de/fh-entdecken-map

 

 

Für die Unterstützung der Durchführung des Projektes danken wir folgenden Institutionen und Einzelpersonen:

- der jüdischen Gemeinde Kassel

- Frau Padva vom Sara-Nussbaum-Zentrum

- dem Stadtarchiv Kassel

- dem Stadtmuseum Kassel

- Frau Michel-Elbe von der Stadt Gudensberg sowie dem Historiker Hans-Peter Klein aus Melsungen.

 

Kassel, im August 2018