Israelische Jugendliche waren beeindruckt von den vielfältigen Einblicken in die deutsche Gegenwart und Vergangenheit

15 Jugendliche aus Kassels israelischer Partnerstadt Ramat Gan besuchten mit zwei Lehrkräften kurz nach den Sommerferien für zwölf Tage die nordhessische Metropole. Untergebracht waren sie bei Schülerinnen und Schülern der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) und der Elisabeth-Knipping-Schule (EKS). Begleitet von Herrn Krüger, Frau Sandkühler und Herrn Heinemann (ASS) sowie Herrn Wohlgemuth (EKS) fand ein umfangreiches sportlich-kulturelles Programm statt, das u.a. einen Besuch im Kletterwald Hohes Gras, eine Besichtigung des Stadtmuseums und eine Führung durch Kassel umfasste. Besonders beeindruckt waren die israelischen Gäste vom Kellerwald und vom Edersee, da sie eine derart üppige Vegetation und einen solchen Wasserreichtum aus ihrer Heimat nicht kennen. Beide Gruppen setzten nach dem Besuch der ASS gemeinsam auf der „Wand der Begegnung“ das große Mosaik fort, das die Austauschgruppen der vergangenen Jahre dort begonnen hatten. Außerdem standen Empfänge bei Kulturdezernentin Susanne Völker im Rathaus und bei der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, unter deren Trägerschaft der Jugendaustausch ablief, auf dem Programm. Bei einem Besuch in Frankfurt wurden sie vom Bürgermeister Uwe Becker empfangen, besichtigten den Kaisersaal im historischen „Römer“ und fuhren hinauf in die Höhen des Maintowers, bevor es auf die Zeil zum Shopping ging.

Den Höhepunkt dieses Aufenthalts bildete eine gemeinsame Fahrt nach Weimar und Erfurt, auf der die Schülerinnen und Schüler die Licht-, aber auch die Schattenseiten der deutschen Geschichte näher kennenlernten:  Gemeinsam ließen sich durch das klassische Weimar und das mittelalterliche Erfurt führen, gemeinsam besuchten sie die KZ-Gedenkstätte „Buchenwald“ und gedachten im Anschluss in einer Zeremonie der Opfer des Holocausts.

Während der beiden Besuche – die deutschen Jugendlichen waren im April für 13 Tage nach Israel gereist - waren tiefe Freundschaften entstanden, so dass am Abreisetag viele Tränen flossen. Der Schüleraustausch war der sechste dieser Art und wird auch im kommenden Jahr wieder stattfinden. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

(Text und Bilder: Hr. Krüger)

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